Rechtsformen – Partnerschaftsgesellschaft (PartG)

Diese Gesellschaftsform ist speziell auf die Bedürfnisse der Freiberufler zugeschnitten und dient der gemeinsamen Ausübung freier Berufstätigkeit (§ 1, Abs. 1 Partnerschaftsgesellschaftsgesetz [PartGG]). Für Sie als Designer_in ist sie in der Praxis eher untypisch. Dies liegt vermutlich in der Tatsache begründet, dass die PartG mit formalem Aufwand verbunden und noch relativ jung ist (das PartGG stammt aus dem Jahr 1994). Ihr eigentlich einziger Vorteil liegt in der Haftungsbeschränkung auf einzelne Gesellschafter durch die gesetzlich standardisierte Haftungsausnahme, wonach Partner persönlich (d. h. neben der Partnerschaft) nur für Fehler bei einem Auftrag haften, an dessen Bearbeitung sienicht nur ganz untergeordnetbeteiligt waren (§ 8 Abs. 2 PartGG). Die PartG ist eine Personengesellschaft und ähnelt in der Struktur der OHG. Es sind mindestens zwei Gesellschafter erforderlich. Die PartG ist formgebunden und bedarf zwingend eines schriftlichen Partnerschaftsvertrages (§ 3 Abs. 1 PartGG).
 
Sie erfordert kein Mindestkapital und muss ins Partnerschaftsregister eingetragen werden. Dieses wird bei den Amtsgerichten geführt. Als Gesellschafter haften Sie unbeschränkt mit Ihrem Geschäfts- und Privatvermögen, eine Beschränkung ist nur automatisch gemäß der erwähnten gesetzlichen Regelung möglich. Alle Gesellschafter sind zur Geschäftsführung berechtigt und verpflichtet und üben Kontrollrechte aus. Die Gewinnbeteiligung erfolgt zu gleichen Teilen. Als Gesellschaftsnamen müssen Sie mindestens den Namen eines Partners mit dem Zusatz und Partner oder Partnerschaft verwenden und die Berufe aller Partner aufführen.
 
 


© 2017