Rechtsformen – Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)

Die GbR eignet sich für Freiberufler und Kleingewerbetreibende. Für Sie als Designer_in ist sie geradezu typisch. Für Unternehmen, die einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordern (Gewerbetreibende), gelten automatisch die Grundsätze des Handelsgesetzes – in einem solchen Fall wird die GbR zur OHG oder KG (§ 1 Abs. 2 HGB). Ist der Zweck jedoch nicht von Dauer (z. B. zur Durchführung eines gemeinsamen, zeitlich begrenzten Projektes), können auch mehrere größere Unternehmen diese Gesellschaftsform nutzen.
 
Die GbR oder die BGB-Gesellschaft (§§ 705–740 Bürgerliches Gesetzbuch [BGB] ist die Grundform aller Personengesellschaften und die einfachste Rechtsform aller gesellschaftlichen Zusammenschlüsse. Es sind mindestens zwei Gesellschafter erforderlich. Die Gründung ist formfrei und erfolgt durch Abschluss eines Gesellschaftsvertrages. Dieser kann mündlich oder durch konkludentes Verhalten geschlossen werden.
 
Die GbR erfordert weder Mindestkapital noch einen Eintrag ins Handelsregister. Als Gesellschafter haften Sie unbeschränkt mit Ihrem Geschäfts- und Privatvermögen. Alle Gesellschafter sind gemeinschaftlich zur Geschäftsführung berechtigt und verpflichtet und üben Kontrollrechte aus. Die Gewinnbeteiligung erfolgt nach vertraglicher Regelung, ohne eine solche Regelung zu gleichen Teilen. Es besteht keine Pflicht zur Führung eines Gesellschaftsnamens. Verzichten Sie auf einen Gesellschaftsnamen, müssen Sie Ihre persönlichen Namen verwenden. Sie können auch einen einheitlichen Gesellschaftsnamen verwenden, aus dem der Gegenstand Ihrer Gesellschaft und Ihre Namen hervorgehen.
 
 


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